Jahresrückblick 2025

09.12.2025

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein ereignisreiches Jahr 2025 neigt sich seinem Ende zu und es ist wieder Zeit, Rückschau zu halten und Danke zu sagen.

 

Das Jahr 2025 war geprägt von Straßenbaumaßnahmen an der wichtigsten überörtlichen Verbindungsachse im Marktgebiet, der Staatstraße 2040. So wurde durch den Ausbau der Staatstraße die Verbindung nach Neunburg vorm Wald wesentlich attraktiver, übersichtlicher und verkehrstechnisch sicherer. Die Fahrt nach Neunburg vorm Wald ist nun wesentlich entspannter als vor den Ausbaumaßnahmen.

 

Auch ein weiterer anderer Abschnitt der St 2040 wurde in Angriff genommen: Der Brückenneubau über die Murach bei Zangenstein war ebenfalls dringend erforderlich und ein Nadelöhr konnte beseitigt werden. Denn es wurde der Zufahrtsbereich nach Uckersdorf gleich mit erneuert und die enge Kurvensituation in diesem Bereich deutlich entschärft. Gleichzeitig wurde die Staatsstraße für einen möglichen zukünftigen Ausbau bereits in diesem Bereich verbreitert.

 

Ein besonderer Dank gilt dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, hier speziell den verantwortlichen Abteilungsleitern Björn Letz und Hannes Neudam mit Team und den beteiligten Firmen, die die Bauarbeiten in Rekordzeiten erledigt haben.


Nicht zu vermeiden waren durch die Baumaßnahmen Sperrungen der Staatsstraße 2040 und Beeinträchtigungen durch den weiträumigen Umleitungsverkehr. Aufgrund des Ausbaus der Teilstrecke zwischen Schwarzhofen und Neunburg vorm Wald hatten vor allem die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Schwarzeneck zu leiden. Erhebliche Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten mussten auch die Bürgerinnen und Bürger der Ortsteile Uckersdorf und Höfen hinnehmen. Durch die Brückenbaumaßnahme und Angleichung der St 2040 musste für Monate die direkte Zufahrt zu den beiden Ortsteilen gesperrt und die Umleitung über einen öffentlichen Feld- und Waldweg hingenommen werden. Vielen Dank an die betroffenen Bewohner der Ortsteile für ihr Verständnis und Geduld!

 

Der Markt selbst hat die Sanierung des öffentlichen Feld- und Waldweges „Rotes Marterl“ in Angriff genommen. Nach rund einem Vierteljahrhundert nach der letzten Sanierung wurde es Zeit, den Weg wieder instand zu setzen. Die Sanierung kann als sehr gelungen bezeichnet werden und in diesem Zusammenhang wurde auch die Oberflächenwasserableitung des Weges wieder ordnungsgemäß hergestellt. Derzeit laufen die Arbeiten bzgl. der Umlegung der anteiligen Baukosten an die Beteiligten im Sinne des BayStrWG. Eine Bitte an alle Waldbesitzer: bitte achten Sie bei Holzarbeiten, dass der Weg nicht unnötiger Weise in Mitleidenschaft gezogen wird!

 

In diesem Jahr konnte das neue Baugebiet „Am Kalvarienberg“ erschlossen werden. Nach Ausschreibung der Erschließungsarbeiten konnte der Markt dem ortsansässigen Unternehmen Helmut Seebauer Tiefbau GmbH der Auftrag erteilen. In gewohnt schneller und gründlicher Manier vollzog die Fa. Seebauer zur vollsten Zufriedenheit die Erschließungsarbeiten. Dank auch an die Familie Zimmermann für ihr Verständnis und ihr Entgegenkommen bei den anfänglichen Problemen mit ablaufenden Oberflächenwasser aus den unbebauten Bauparzellen in ihr landwirtschaftliches Grundstück. Alle Bauparzellen sind zwischenzeitlich veräußert und die Bautätigkeit der neuen Grundstückseigentümer hat bereits begonnen. Es ist absehbar, wenn in das neue Baugebiet Leben einkehrt. Viel Glück den Grundstückseigentümern und unfallfreies Bauen!

 

Nachdem feststand, dass die Bauplätze des Baugebiets „Am Kalvarienberg“ sehr schnell vergeben werden können, musste der Markt wieder auf die Suche nach geeignetem Bauland gehen, um den Bedarf an Bauland decken zu können. Nach kurzen Beratungen mit Herrn Helmut Seebauer jun. konnte eine Lösung gefunden werden, die auf die angespannte finanzielle Situation des Marktes Rücksicht nimmt. Herr Helmut Seebauer wird mit seinem Unternehmen ggf. bereits 2026 mit den Erschließungsarbeiten für ein neues allgemeines Wohnbaugebiet im Ortsteil Zangenstein beginnen. Allerdings muss zuerst das erforderliche Bauleitverfahren zur Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes erfolgen. Die Vorbereitungen hierzu sind bereits im vollen Gange. Herr Seebauer wird dann die Bauparzellen vermarkten. Mit dem neuen Baugebiet erfährt der Ortsteil Zangenstein eine wesentliche Aufwertung und die Möglichkeit der weiteren Entwicklung für die Zukunft.


Das Dorferneuerungsverfahren im Ortsteil Denglarn hat in diesem Jahr ebenfalls Fahrt aufgenommen. Nach intensiven Verhandlungen und Planungen war es möglich, die vom Markt mit hohen Zuschüssen des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz erworbene alte Hofstelle Deinfelder abzubrechen. Anstelle der abgebrochenen Hofstelle wird in den kommenden Jahren der neue Dorfplatz bzw. Dorfmittelpunkt geschaffen. Wir sind überzeugt, dass die Neugestaltung der Dorfmitte den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und die Attraktivität des Ortsteils festigen bzw. steigern wird. Dank an die Verantwortlichen der Teilnehmergemeinschaft  Denglarn und deren Vorsitzenden Michael Kraus sowie Sarah Weiß vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz.

 

Mit einem Zuschuss aus dem Fördertopf für Kleinprojekte der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Schwarzach-Regen, bei der der Markt Schwarzhofen Mitglied ist, konnte der Markt auf Anregung von Marktgemeinderatsmitglied Martina Ippisch und mit finanzieller Beteiligung der Dorfgemeinschaft die denkmalgeschützte Kreuzigungsgruppe am Glockenturm in Schönau fachmännisch sanieren lassen.

 

Gestartet wurde auch die Generalsanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule mit Teilsanierung der Turnhalle. Es ist dies die größte Investition in der Geschichte des Marktes Schwarzhofen. Der gesamte Marktgemeinderat steht hinter dieser wichtigen Investitionsmaßnahme. Wir wissen, dass dies eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde ist, denn die Schule ist eine der wichtigsten Infrastruktureirichtungen der Gemeinde. Ohne die Generalsanierung, in deren Rahmen der Brandschutz ertüchtigt, das komplette Leitungsnetz erneuert und die vorgeschriebene Barrierefreiheit geschaffen wird, hätte die Schule aufgegeben werden müssen. Auch werden gleich die Räumlichkeiten für eine Mittagbetreuung im Gebäude integriert, um für den kommenden Rechtsanspruch der Eltern auf eine ganztägliche Betreuung der Kinder gerüstet zu sein. Wir freuen uns, dass wir durch intensive Gespräche eine deutliche Erhöhung des Zuschusses für die Mammut-Maßnahme bei der Regierung der Oberpfalz erreichen konnten.  

 

Sehr erfreulich ist auch, dass wir erreichen konnten, dass der Markt zur Unterstützung der finanziellen Kraftakte zudem zusätzliche beträchtliche Geldmittel des Freistaates Bayern als „Stabilisierungshilfen“ bekommt.

 

Die Markt- und Schulbibliothek, die von der Landesfachstelle für nichtstaatliche Bibliotheken als eine im Größenvergleich der Kommunen bestgenutzte Bibliothek der Oberpfalz ausgezeichnet wurde, musste für die Zeit des Umbaus der Schule, in der sie untergebracht war, in die Räumlichkeiten der ehem. Sparkasse verlagert werden und hat dort bereits wieder viele neue Leser hinzugewonnen Dank des Engagements des Büchereiteams um die ehrenamtliche Leiterin Lisa Auburger.

 

Dass die Schul- und Kindergartenkinder des Ortsteils Demeldorf auch bei schlechtem Wetter trocken auf den Bus warten können, hat der Markt mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft in Demeldorf ein neues Bushäuschen errichtet.

 

Buchstäblich viel Wind haben die Planungen von Betreibern gemacht, sowohl am Haginger Berg wie auch zusätzlich am gesamten Höhenrücken von Häuslern bis Meischendorf Windparke zu errichten. Der Markt wäre somit von zwei Seite eingekesselt worden. Aus verschiedenen Gründen, nicht zuletzt aufgrund des erwarteten „Schattenwurfs“, sprach sich der Markt massiv gegen die Pläne im Bereich des „Atlasberges“ aus. Unsere Bemühungen und unser Einsatz scheinen von Erfolg gekrönt zu sein und die Planungen für ein entsprechendes „Vorrangebiet für Windkraftanlagen“ in diesem Bereich werden seitens des Regionalen Planungsverbandes aufgrund unserer Einwände aller Voraussicht nach nicht mehr weiterverfolgt.

 

Das Jahr 2025 war nicht nur von Arbeit und Fleiß geprägt, nein, auch das Feiern kam nicht zu kurz. Nach langer Durststrecke, hervorgerufen durch Corona, konnte endlich das traditionelle und lang erwartete Heimatfest des Marktes Schwarzhofen auf dem alten Sportplatz stattfinden. Das Heimatfest wurde verbunden mit dem Fest „160 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwarzhofen“ sowie „95 Jahre SV Schwarzhofen“. Auch der Patenverein des Heimatfestes, die Freiwillige Feuerwehr Haag, konnte Geburtstag feiern: Sie wurde stolze 125 Jahre alt! Es konnten somit vier Feste auf einmal gefeiert werden!

 

Vom 14. bis 17. August feierten die Vereinsmitglieder, die Bürgerinnen und Bürger, sowie ehemalige Bürgerinnen und Bürger ausgelassen mit Freunden und Gästen aus Nah und Fern. Die auftretenden Kapellen und Bands brachten die Stimmung aller Gäste zum Kochen. Zudem wurde ein sehr abwechslungsreiches und anspruchsvolles Rahmenprogramm geboten! Es war einfach wieder ein super gelungenes Fest. Neue Freundschaften wurden geschlossen bzw. alte Freundschaften vertieft bzw. erneuert. Vielen Dank an die beteiligten Vereine und deren Mitglieder für die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des Festes. Dank auch an meine Mitarbeiter des Bauhofes für die tatkräftige Unterstützung. Hoffentlich müssen wir nicht wieder so lange auf das nächste Heimatfest warten, und dass dieses wieder im gewohnten Turnus stattfinden kann.

 

Auch eine Vielzahl von Aktivitäten konnten wir in diesem Jahr in unserer Gemeinde gemeinsam begehen: ich denke an die von vielen ehrenamtlichen Helfern begangene Umwelt-Säuberungsaktion „RAMADAMA“, unseren Neubürgerempfang oder den Neugeborenen-Empfang des Marktes.

 

Im April gedachten wir in einer würdigen Gedenkveranstaltung, dass vor 80 Jahren der schreckliche 2. Weltkrieg endete. Viele Soldaten aus unserer Gemeinde starben, eine Frau kam bei einem alliierten Bombenangriff ums Leben und eine große Zahl von Menschen, die bei zwei Todesmärschen aus den evakuierten KZs durch Schwarzhofen getrieben wurden, wurden hier umgebracht von den sie antreibenden Schergen. Eine Autorenlesung von Sebastian Christ, der über den ehem. Schwarzhofener Otto Küsel, einen KZ-Überlebenden, der als „Engel der Polen“ in Auschwitz viele Menschenleben rettete, rundete die Gedenkfeier ab.

 

Schmerzlich traf uns die Nachricht vom Tod unseres hochgeschätzten Ehrenbürgers Ernst Hanauer, der sich als Unternehmer und Förderer unserer Vereinswelt in höchstem Maße um unsere Gemeinde verdient gemacht hat. Sein Wirken bleibt unvergessen!  

 

Mein und unser Dank gilt allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, unseren Beschäftigten im Bauhof, im Kindergarten, in der Dr.-von-Ringseis-Grundschule und in der Verwaltung, im gesamten Marktgemeinderat mit meinen engagierten Stellvertretern Franz Stockerl und Andreas Immervoll und den in so vielen unserer tollen Vereine und Gruppierungen und unserer Kirchengemeinden Aktiven mit den Pfarrern Markus Urban, Savarimuthu Selvarasu und Gerhard Beck.

 

Ohne dieses Engagement, welches oftmals weit über das Normale hinausgeht, könnte unser friedliches Zusammenleben und unsere Gemeinschaft auf Marktebene nicht wie gewohnt gestaltet werden. Allen, die anpacken, um unsere Gemeinde voranzubringen, sei herzlich gedankt! Nicht diejenigen, die nur Nörgeln und Kritisieren, ohne sich für Hintergründe oder Fakten zu interessieren oder ohne selbst sich zu engagieren, sind die Zukunft, sondern diejenigen, die sich konstruktiv und aktiv ins Gemeindeleben mit einbringen. Ich lade wieder alle zum Mitmachen und Mitgestalten im neuen Jahr ein!

 

Das kommende Jahr 2026 ist auch wieder Zeit für eine Neubeauftragung der kommunalen Mandatsträger durch den obersten Souverän, durch Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Am 8. März werden Sie bei der Kommunalwahl mit Ihren Stimmen bestimmen, wer die Geschicke unserer Marktgemeinde in den nächsten sechs Jahren lenken wird. Machen Sie bitte Gebrauch von diesem Recht, das unsere Demokratie auszeichnet!

 

Hoffen wir alle, dass im neuen Jahr 2026 die Kriege weltweit beendet werden und endlich das unsägliche Leid der von kriegerischen Handlungen Betroffenen aufhört.

 

Ich wünsche von Herzen allen Bürgerinnen und Bürgern, Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen im Marktgemeinderat und den Vereinen und Gruppierungen und allen Menschen, die uns wichtig und unserer Marktgemeinde gewogen sind, ein gesegnetes, friedvolles und vor allem gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026.

 

Ihr

Maximilian Beer
Erster Bürgermeister