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Hundekot: Der Markt Schwarzhofen greift zu drastischen Maßnahmen.

01.04.2025

In der Vergangenheit musste Schwarzhofens 1. Bürgermeister Maximilian Beer immer wieder an die Hundebesitzer appellieren, die Hinterlassenschaften ihrer Zamperl mitzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Nachdem aber alle Appelle nicht gefruchtet haben und nun auch Hundekotbeutel in der Kompostgrube des Friedhofs entsorgt werden, hat sich die Marktgemeinde entschlossen, drastische Maßnahmen zu ergreifen - und die Gentechnik mitsamt KI hilft dabei.


Der internetaffine 2. Bürgermeister Franz Stockerl hat nach langen Recherchen das  Startup-Unternehmen „Dogshit“ ermittelt, das anbietet zu akzeptablen Preisen auf der Basis von Haarproben, ähnlich der Forensik der Kriminalpolizei, eine Gendatenbank für Schwarzhofener Haushunde anzulegen. Wie Joke van Dreist, der Pressesprecher des jungen Unternehmens mitteilte, können für dieses DFG-geförderte Pionierprojekt Sonderkonditionen angeboten werden, die sich im Rahmen halten und die gemeindlichen Jahreseinnahmen aus der Hundesteuer nicht übersteigen werden. „Wir wollen zuerst niederschwellige in kleinen Orten und auf überschaubarer Datenbasis unser Produkt testen, bevor wir mit größeren Partnern tätig werden“, so Joke van Dreist


Entwickelt haben das Projekt ein junges Team aus mehreren Genforschern und Kynologen (Hundeforschern) unter Leitung von Professor Dr. Wolfgang Kleff vom kynologischen Lehrstuhl der tiermedizinischen Fakultät der TU Hannover: Dazu gehören der Holländer Joke van Dreist, der Schweizer Tim Struppi, die Deutsche Susi Strolch und die Italienerin Bella Lagotto-Impossibile. Neu zum Team hinzugekommen sind der Schotte Joseph „Joe“ Cocker sowie Paulina Polonka und Pudel Pudelko aus Polen sowie das renommierte amerikanische Hundeforscherehepaar Lassie und Jingle Bell.  


Eine weltweite Gendatenbank für Hunde ist derzeit in Arbeit, die durch die international vernetzten Kynologen (Hundeforscher) ermöglicht wird. Sogar die weit über China hinaus bekannte Hundeforscherin Chow Wau-Wau aus Shanghei hat beim letzten internationalen Kynologen-Kongress in Houndsville hierzu ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert.


Nach Auskunft von Bürgermeister Beer würden diese für das Pilotprojekt geforderten Einnahmen im Gemeindesäckel zwar fehlen, doch für die Sauberkeit des Ortes müsse man auch Geld in die Hand nehmen. Schließlich habe man bereits für die Aufsteller der Hundekotbeutel erhebliche Aufwendungen getätigt, doch leider würden diese von etlichen Hundebesitzern verschmäht. Ständige Appelle verhallen aber oft noch ungehört. Wie die vollen Müllkübel belegen, gibt es in Schwarzhofen zwar viele vernünftige Zamperlhalter, doch auch nicht wenige „Unbelehrbare“. „Leider müsse man daher nun zu diesen drastischen Maßnahmen zu greifen“, so Bürgermeister Maximilian Beer. 


Wie sieht nun das ganze Prozedere aus? Mit dem nächsten Hundesteuerbescheid erhalten die Zamperlbesitzer eine Tüte, worauf die Daten sowohl der Besitzer als auch des jeweiligen Hundes angebracht sind. Diese Tüte ist zusammen mit einer Haarprobe ihres Hundes bei der VG zurückzugeben. Die vollständige Rückgabe wird auf der Basis der Hundesteuerlisten überprüft. 


Mittels Extratüten, die es ebenfalls bei der VG gibt, können dann später gefundene und eingesandte tierische Relikte in der Größe eines Fingernagels in einem Genlabor, ähnlich des Stuhltest bei der Krebsvorsorge, analysiert und die möglichen Übeltäter bzw. deren Besitzer ermittelt werden. Die Kosten der Genanalyse werden dann den Hundebesitzern in Rechnung gestellt, zusammen mit einem entsprechenden Ordnungsgeld.


Pressesprecher Joke van Dreist warnt davor, bei der Einlieferung falsche Haare, wie etwa Kaninchenfelle oder anderes Material, wie etwa das eines fremden Hundes anzuliefern. Die vorgenommenen Genanalysen können genau die Hunderasse ermitteln bzw. auch das Individuum bestimmen.  Als zusätzliche Möglichkeit könne man künftig auf Wunsch auch die Genealogie von Mischlingshunden ermitteln. Er sehe darin ein weiteres künftiges Operationsfeld der jungen Firma „Dogshit“, so Joke van Dreist am Telefon.


Bürgermeister Beer zeigt sich überzeugt mit dieser innovativen Maßnahme, das Hundekotproblem im Markt Schwarzhofen in den Griff zu bekommen. Schwarzhofen ist damit auf dem Gebiet der Wissenschaft als Pionier tätig geworden. Auf das Ergebnis dieses Probelaufs darf man gespannt sein. Es steht zu erwarten, dass künftig weitere Kommunen dem Beispiel Schwarzhofens folgen werden, um die Unsitte tierischer Exkremente auf gemeindlichen Flächen einzudämmen. Nächtliche Jogger in den Städten werden, ebenso wie die Mitarbeiter der gemeindlichen Bauhöfe, werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Hundekots auf Gehwegen und in Parks freudig begrüßen. Ab Dienstag, 1. April können die ersten Beutel zu den bekannten Öffnungszeiten in der VG Neunburg abgeholt werden.