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Klostergeschichte

1233 war in Regensburg das Dominikanerinnenkloster zum "hl. Kreuz" gegründet worden, 1237 schenkte ihm Graf Heinrich von Ortenburg-Murach mit Zustimmung seiner Gemahlin Richza, einer Gräfin von Hohenburg und seines Sohnes Heinrich die Pfarrei Schwarzhofen mit allen Rechten, damit die Schwestern vom Ertrage eine eigene Kirche bauten.


Nicht viel später scheinen die Schwestern in Schwarzhofen eine Filiale eingerichtet zu haben, wozu wahrscheinlich die Grafen von Ortenburg mitgewirkt haben. Bereits am 28.Juli 1260 schloss Abt Berthold von Walderbach mit der Priorin Richza vom "heiligen Kreuz" und der ihr unterworfenen Priorin Diemund von Schwarzhofen einen Vertrag bezüglich des Begräbnisses in der Klosterkirche zu Walderbach. Auf Grund der Abmachung sollten Schwarzhofener Pfarrkinder, die in Walderbach ihre letzte Ruhestätte wünschten, mit Erlaubnis der Priorin dort begraben wer den, doch sollte der Abt ein Drittel der Leichengebühren nach Schwarzhofen abgeben.


Dass an der Gründung der Schwarzhofener Niederlassung der Dominikanerinnen die Ortenburger beteiligt waren, geht aus einer Urkunde von 1268 hervor, in der die Grafen Rapoto und Diepold zu Gunsten des Klosters Schwarzhofen anordneten, dass alle Lehensvasallen, die sich gegen dasselbe wohltätig erweisen wollten, dazu freies Recht haben sollten, was einen Verzeicht auf ihre lehensherrlichen Rechte bedeutete.


Das Kloster sollte auch bald durch den Aufenthalt der deutschen Kaiserin Elisabeth, Gemahlin Kaiser Konrads IV. (+ 1254) Berühmtheit erlangen. Als ihr Sohn Konradin seinen Italienzug unternahm, hielt sie sich in Schwarzhofen auf, und trat, als sie die Nachricht von seiner Gefangenschaft erreichte, die Reise nach Italien an. Aber schon in Tirol musste sie vom Tode Konradins (1268) erfahren. Wie schon Graf Heinrich und Richza erwiesen sich auch deren Söhne als Wohltäter des Klosters, um dessen wirtschaftliche Grundlagen zu festigen. Diesem Zweck diente vor allem auch die Urkunde, mit der Graf Rapoto von Ortenburg 1285 die von seinem Vater den Klöstern "hl. Kreuz" und Schwarzhofen gemachten Schenkungen bestätigte. Sie enthielt auch die Erlaubnis, dass die Schwestern vom "hl. Kreuz" ihre Schwestern die sie nach Schwarzhofen geschickt hatten, wieder zurückrufen durften, weil der Gottesdienst in ihrem Kloster durch deren Abwesenheit sehr vermindert werde.

Nun schweigen über ein Jahrhundert lang die geschichtlichen Quellen. Sie lassen vermuten, dass das klösterliche Leben in Schwarzhofen erlosch und dessen dortige Besitzungen im Auftrage des Klosters "hl. Kreuz" in Regensburg verwaltet wurden.


Den klösterlichen Charakter erhielt die Schwarzhofener Niederlassung erst wieder im 15. Jahrhundert. Als die Hussitenkriege begannen, bestand auch dort wieder ein Convent der Dominikanerinnen.


Wann die Hussiten das Kloster niederbrannten, ob 1418 oder 1428, ist nicht geklärt. Die Folge der Zerstörung war jedoch, dass die Klosterfrauen zu ihren Mitschwestern nach Regensburg flohen und erst, nachdem der Friede eingekehrt war (vermutlich nach 1433) nach Schwarzhofen zurückkamen.


Die Einführung der Reformation bedeutete auch das Ende des Klosters, und erst 1691 kehrten die Dominikanerinnen nach Schwarzhofen zurück und nahmen im sog. Mönchshof Wohnung. Die erste Vikarin dieser klösterlichen Gemeinschaft Maria Kunigunde Honig begann mit dem Bau eines neuen Klostergebäudes, den ihre Nachfolgerin Benedicte Garzweiler vollendete. Mit dem Bau des Klosters wurde vor dem 3.8.1696 begonnen.


Die Pläne zur Klosteranlage, einem einfachen Vierflügelbau, gruppiert um einen Innenhof und im Westen durch einen Verbindungsbau mit der Marktkirche verbunden, der mit einem Bogen die Straße zwischen Kloster und Kirche bzw. Friedhof überspannt, stammen von dem berühmten Baumeister Wolfgang Dientzenhofer.


1712 wurde das Kloster mit 33 Chor- und Laienschwestern wieder Priorat.
Die erste Priorin Maria Quinanda Fredelberger begann mit dem Bau der Klosterkirche, die am 9. Oktober 1755 unter dem Namen Maria vom Siege feierlich eingeweiht wurde. Der Bestand des Klosters schien gesichert, als die Säkularisation 1802 ein jähes Ende setzte.


Ein Befehl der Münchner Spezialkommission in Klostersachen begründete die Aufhebung des Klosters mit "dem so sehr überschuldeten Zustand des Klostervermögens - sehr zu Unrecht; denn der übrige Wert der Klosterstiftung, bestehend meistenteils in Zehnten, Waldungen, Wiesen, Feldern und Weihern" belief sich auf 200.000 Gulden, und Schulden waren nach Aussage des langjährigen Administrators des Klostervermögens P Raymund Prunner völlig getilgt.


Nach der Abreise der Dominikanerinnen begann der Verkauf des Klostergutes: Die gesamte Kirchen- und Klostereinrichtung mit Klostergarten und Apotheke verkaufte man an die Meistbietenden. Das Klostergebäude ging in den Besitz der Handelsfrau und Tafernwirtin Zenger über, 1836 überließ der damalige Besitzer Josef Trautner den Westteil des Konventbaues zur Unterbringung einer Mädchenschule.


Die (1728 oder 1748 ?) erbaute Klosterkirche wurde um 300 Gulden auf Abbruch versteigert. Ringseis berichtet darüber: "Als die Aufhebung hereinbrach, die Nonnen vertrieben wurden und man ihre schöne Kirche niederreissen wollte, da bat die Pfarrgemeinde, das festgebaute Gotteshaus anstatt der bisherigen, weit unansehnlicheren, nicht gewölbten, sondern bloß an der Decke getäfelten Pfarrkirche fortan als solche benützen zu dürfen. Abschlägiger Bescheid. Zweite Anfrage, ob man Klosterkirche und ihre prächtige Sakristei denn nicht wenigstens als Magazin für Vorräte in diesen Kriegszeiten benützen dürfe. Abgeschlagen. – "Einreißen!" Sie wurde versteigert mit ausdrücklicher Bedingung des Zerstörens. Der Käufer zahlte 300 fl. für Kirche samt Sakristei und brauchte fünf Jahre, sie einzureisen.


Kaum war dies geschehen, so kam man zu Erkenntnis, dass die bisherigen Schulräume nicht mehr genügten, und nun führte man an derselben Stelle, wo soeben die prächtige Sakristei war dem Boden gleich gemacht worden, ein unschönes finsteres Schulgebäude auf, das, so sagt man, trotz Scharwerk auf 10.000 fl. zu stehen kam. Verwundert fragten die Leute: "Ja warum hat man denn nicht die herrlichen Mauern und Räume der Sakristei dazu benützt?"

1233 war in Regensburg das Dominikanerinnenkloster zum "hl. Kreuz" gegründet worden, 1237 schenkte ihm Graf Heinrich von Ortenburg-Murach mit Zustimmung seiner Gemahlin Richza, einer Gräfin von Hohenburg und seines Sohnes Heinrich die Pfarrei Schwarzhofen mit allen Rechten, damit die Schwestern vom Ertrage eine eigene Kirche bauten.

Nicht viel später scheinen die Schwestern in Schwarzhofen eine Filiale eingerichtet zu haben, wozu wahrscheinlich die Grafen von Ortenburg mitgewirkt haben. Bereits am 28.Juli 1260 schloss Abt Berthold von Walderbach mit der Priorin Richza vom "heiligen Kreuz" und der ihr unterworfenen Priorin Diemund von Schwarzhofen einen Vertrag bezüglich des Begräbnisses in der Klosterkirche zu Walderbach. Auf Grund der Abmachung sollten Schwarzhofener Pfarrkinder, die in Walderbach ihre letzte Ruhestätte wünschten, mit Erlaubnis der Priorin dort begraben wer den, doch sollte der Abt ein Drittel der Leichengebühren nach Schwarzhofen abgeben.

Dass an der Gründung der Schwarzhofener Niederlassung der Dominikanerinnen die Ortenburger beteiligt waren, geht aus einer Urkunde von 1268 hervor, in der die Grafen Rapoto und Diepold zu Gunsten des Klosters Schwarzhofen anordneten, dass alle Lehensvasallen, die sich gegen dasselbe wohltätig erweisen wollten, dazu freies Recht haben sollten, was einen Verzeicht auf ihre lehensherrlichen Rechte bedeutete.

Das Kloster sollte auch bald durch den Aufenthalt der deutschen Kaiserin Elisabeth, Gemahlin Kaiser Konrads IV. (+ 1254) Berühmtheit erlangen. Als ihr Sohn Konradin seinen Italienzug unternahm, hielt sie sich in Schwarzhofen auf, und trat, als sie die Nachricht von seiner Gefangenschaft erreichte, die Reise nach Italien an. Aber schon in Tirol musste sie vom Tode Konradins (1268) erfahren. Wie schon Graf Heinrich und Richza erwiesen sich auch deren Söhne als Wohltäter des Klosters, um dessen wirtschaftliche Grundlagen zu festigen. Diesem Zweck diente vor allem auch die Urkunde, mit der Graf Rapoto von Ortenburg 1285 die von seinem Vater den Klöstern "hl. Kreuz" und Schwarzhofen gemachten Schenkungen bestätigte. Sie enthielt auch die Erlaubnis, dass die Schwestern vom "hl. Kreuz" ihre Schwestern die sie nach Schwarzhofen geschickt hatten, wieder zurückrufen durften, weil der Gottesdienst in ihrem Kloster durch deren Abwesenheit sehr vermindert werde.

Nun schweigen über ein Jahrhundert lang die geschichtlichen Quellen. Sie lassen vermuten, dass das klösterliche Leben in Schwarzhofen erlosch und dessen dortige Besitzungen im Auftrage des Klosters "hl. Kreuz" in Regensburg verwaltet wurden.

Den klösterlichen Charakter erhielt die Schwarzhofener Niederlassung erst wieder im 15. Jahrhundert. Als die Hussitenkriege begannen, bestand auch dort wieder ein Convent der Dominikanerinnen.

Wann die Hussiten das Kloster niederbrannten, ob 1418 oder 1428, ist nicht geklärt. Die Folge der Zerstörung war jedoch, dass die Klosterfrauen zu ihren Mitschwestern nach Regensburg flohen und erst, nachdem der Friede eingekehrt war (vermutlich nach 1433) nach Schwarzhofen zurückkamen.

Die Einführung der Reformation bedeutete auch das Ende des Klosters, und erst 1691 kehrten die Dominikanerinnen nach Schwarzhofen zurück und nahmen im sog. Mönchshof Wohnung. Die erste Vikarin dieser klösterlichen Gemeinschaft Maria Kunigunde Honig begann mit dem Bau eines neuen Klostergebäudes, den ihre Nachfolgerin Benedicte Garzweiler vollendete. Mit dem Bau des Klosters wurde vor dem 3.8.1696 begonnen.

Die Pläne zur Klosteranlage, einem einfachen Vierflügelbau, gruppiert um einen Innenhof und im Westen durch einen Verbindungsbau mit der Marktkirche verbunden, der mit einem Bogen die Straße zwischen Kloster und Kirche bzw. Friedhof überspannt, stammen von dem berühmten Baumeister Wolfgang Dientzenhofer.

1712 wurde das Kloster mit 33 Chor- und Laienschwestern wieder Priorat.

Die erste Priorin Maria Quinanda Fredelberger begann mit dem Bau der Klosterkirche, die am 9. Oktober 1755 unter dem Namen Maria vom Siege feierlich eingeweiht wurde.

Der Bestand des Klosters schien gesichert, als die Säkularisation 1802 ein jähes Ende setzte.

Ein Befehl der Münchner Spezialkommission in Klostersachen begründete die Aufhebung des Klosters mit "dem so sehr überschuldeten Zustand des Klostervermögens - sehr zu Unrecht; denn der übrige Wert der Klosterstiftung, bestehend meistenteils in Zehnten, Waldungen, Wiesen, Feldern und Weihern" belief sich auf 200.000 Gulden, und Schulden waren nach Aussage des langjährigen Administrators des Klostervermögens P Raymund Prunner völlig getilgt.

Nach der Abreise der Dominikanerinnen begann der Verkauf des Klostergutes: Die gesamte Kirchen- und Klostereinrichtung mit Klostergarten und Apotheke verkaufte man an die Meistbietenden. Das Klostergebäude ging in den Besitz der Handelsfrau und Tafernwirtin Zenger über, 1836 überließ der damalige Besitzer Josef Trautner den Westteil des Konventbaues zur Unterbringung einer Mädchenschule.

Die (1728 oder 1748 ?) erbaute Klosterkirche wurde um 300 Gulden auf Abbruch versteigert. Ringseis berichtet darüber: "Als die Aufhebung hereinbrach, die Nonnen vertrieben wurden und man ihre schöne Kirche niederreissen wollte, da bat die Pfarrgemeinde, das festgebaute Gotteshaus anstatt der bisherigen, weit unansehnlicheren, nicht gewölbten, sondern bloß an der Decke getäfelten Pfarrkirche fortan als solche benützen zu dürfen. Abschlägiger Bescheid. Zweite Anfrage, ob man Klosterkirche und ihre prächtige Sakristei denn nicht wenigstens als Magazin für Vorräte in diesen Kriegszeiten benützen dürfe. Abgeschlagen. – "Einreißen!" Sie wurde versteigert mit ausdrücklicher Bedingung des Zerstörens. Der Käufer zahlte 300 fl. für Kirche samt Sakristei und brauchte fünf Jahre, sie einzureisen.

Kaum war dies geschehen, so kam man zu Erkenntnis, dass die bisherigen Schulräume nicht mehr genügten, und nun führte man an derselben Stelle, wo soeben die prächtige Sakristei war dem Boden gleich gemacht worden, ein unschönes finsteres Schulgebäude auf, das, so sagt man, trotz Scharwerk auf 10.000 fl. zu stehen kam. Verwundert fragten die Leute: "Ja warum hat man denn nicht die herrlichen Mauern und Räume der Sakristei dazu benützt?"