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Der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg

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Grenzüberschreitender familienfreundlicher Radweg von Nabburg nach Horsovsky Tyn (Bischofteinitz) auf ehemaligen Bahntrassen

Wegstrecke:
Nabburg – Wölsendorf – Schwarzach b. Nabburg – Altendorf – Pertolzhofen – Niedermurach – Oberviechtach – Gaisthal – Schönsee – Schwarzach – Rybník – Horsovsky Tyn

Kilometer: ca. 90 km.
Höhenmeter: ca. 900 m.
Markierung: Auf der bayerischen Seite grünes Fahrrad auf weißem Grund sowie die Abkürzung „Fr“. Auf der böhmischen Seite: schwarzes Fahrrad auf gelbem Grund sowie die Nummerierung „2141“. 

 

Nähere Informationen erhalten Sie hier.


Radweg-Juwel im Oberpfälzer Wald. Radeln Sie ausgehend vom historischen Nabburg bis Horsovsky Tyn. Genießen Sie von Wölsendorf bis Schönsee durchgehend über 45 Kilometer herrlichstes, flach verlaufendes Bahntrassenradeln.

Die Bahnverbindung von Nabburg nach Schönsee wurde vor mehr als 100 Jahren in zwei Abschnitten geschaffen. Auf dem Abschnitt Nabburg – Oberviechtach fuhr am 18. August 1904 die erste Dampflok, zwischen Oberviechtach und Schönsee am 1. August 1913. Mit der neuen Zugverbindung konnten Schüler aus dem Oberviechtacher und Schönseer Land weiterführende Schulen besuchen. Auch Urlaubsgäste kamen in die Region und die Unternehmen der Region profitierten durch den nun wesentlich erleichterten Güterverkehr. So wichtig und schicksalsträchtig die Eisenbahn auch war, musste sie sich doch Rentabilitätsberechnungen beugen: Am 30. Mai 1976 wurde der Personenverkehr und am 1. Februar 1995 auch der Güterverkehr auf der gesamten Bahnstrecke Nabburg – Schönsee eingestellt. Schließlich wurde die Bahnlinie zu dem umgebaut, was sie nun ist: Ein herrlicher Rad- und Wanderweg!

Über Grenzen hinweg verbindet der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg das Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, Landkreis Schwandorf in Nabburg mir der Tourist-Information von Horsovsky Tyn (Bischofteinitz). Der Eiserne Vorhang hatte über 44 Jahre die zuvor herzliche Beziehung zwischen Bayern und Böhmen entzweit. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 können sich die beiden Völker nun wieder einander annähern. Der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg ist hierzu ein weiterer Baustein. Es hat schon Symbolcharakter, dass dieser Weg nah an Pobezovice (Ronsperg) vorbeiführt. In besagtem Ort hatte Familie Coudenhove-Kalergi bis 1945 ihren Sitz. Die Tragödie des ersten Weltkrieges vor Augen, gab Graf Richard M. Coudenhove-Kalergi im Jahre 1922 durch programmatische Artikel den Anstoß zur Paneuropa-Bewegung. Von 1924 bis zu seinem Tod (1972) war er Präsident der Paneuropäischen Union. Die Fahne der Europäischen Union (Sternenkranz auf blauem Grund) und die Europäische Hymne (Beethovens Ode an die Freude) gehen auf seine Vorschläge zurück. Grenzenloser Radlspaß auf ehemaligen Bahnstrecken.